Fragen zum Kauf einer AWO

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Dominik2112
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Fragen zum Kauf einer AWO

Beitragvon Dominik2112 » Mo 9. Okt 2017, 20:30

Hallo alle zusammen,

wie schon in meiner Vorstellung geschrieben, hege ich schon länger den Wunsch nach einer AWO T. Nun kam es auch zu den ersten zögerlichen Kontaktaufnahmen mit diversen Verkäufern und ich muss gestehen, dass ich mir dies etwas einfacher vorgestellt habe. Oder eventuell ist auch meine Herangehensweise falsch und vielleicht hat ja der ein oder andere hier noch einen Tipp für mich. Ich habe mich so gut es mir möglich ist, mit entsprechender Literatur ausgestattet und auch hier im Forum belesen. So komme ich auch mit den spezifischen Merkmalen der jeweiligen Baujahre klar (Getriebearten, Motor- Getriebe- und Kardannummern, Tankembleme, Auspuffarten etc.). Nun hat man das vermeintliche Objekt der Begierde im Netz gefunden und leider bin ich nicht in der Lage mir mal eben die Maschine anzuschauen (Entfernung meist größer als 400 km pro Weg). Aus diesem Grund fragt man Detailbilder, oder auch nähere Informationen an. Leider habe ich das Gefühl, dass man diese nicht immer preisgeben möchte. Ich muss gestehen, dass mir dies spanisch vorkommt. Wenn ich etwas verkaufen möchte, was einen entsprechenden Wert hat (und wir reden ja nicht von geringen Eurobeträgen), dann würde ich versuchen dem pot. Käufer das Teil schmackhaft zu machen. Ist die Nachfrage nach AWO´s so hoch, dass sich die Verkäufer die Käufer aussuchen können und man sich schlicht weg einfach keine Mühe geben muss oder wie kommt dies zustande? Sind denn nicht zumindest Baujahr und Bilder von den schwierig zu bekommenen Teile (bei Angabe, dass die Maschine vollständig ist) rudimentäre Dinge? Ich befürchte für mich einfach, dass man zu ner Maschine hinkommt, feststellt, dass z.B. Getriebe nicht zum Baujahr, zum Kardan etc. passt. Oder im schlimmsten Fall ein später Kardan in einen frühen Rahmen gezwängt wurde. Vielleicht sind diese Befürchtungen ja auch Quatsch und ihr seht so was als nicht so kritisch bzw. ohne weiteres reparabel an. Vielleicht könnte ich ja auch dem ein oder anderen Mal per PN die ein oder andere Maschine vorstellen. Ich scheue mich nicht vor einer Restauration und einem Grundaufbau. Auch Zeit spielt bei mir keine Rolle (so habe ich kein Problem damit auf die ein oder andere Maßnahme zu sparen). Für mich sind Oldtimer ein ganzheitliches Hobby und man freut sich einfach über jedes Bauteil was man peu a peu fertig bekommt ;-).

Entschuldigt dass der Text so lang geworden ist.

Viele Grüße Dominik
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akkon
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Re: Fragen zum Kauf einer AWO

Beitragvon akkon » Mo 9. Okt 2017, 21:26

Moin Dominik

als erstes schau dir mal diverse Beiträge zum Ebay Wahnsinn im Forum an. Es gibt gewisse Anbieter in der Bucht oder in den Anzeigen die fragwürdig sind. In Calau und Dessau-Rosslau würde ich nix kaufen ;)
Ein Anbieter der auf >Anfrage mir keine zusätzlichen Bilder bereitstellt wäre mir suspekt.
Als erstes mußt du dir klar werden was du willst, eine komplett BJ gerechte AWO? ( wirst du wahrscheinlich nicht bekommen, Ralf hat seine 52er schon verkauft). Was willst du ? Frühe T mit Hacker Getriebe, späte T? Oder tuts eventuell doch ne Sport?

Wenn du ein Angebot hast, daß dir zusagt, dann frage doch mal ein Forumsmitglied in der Nähe ob er es sich anschauen kann.

Gruß Ekki
Awo T Gespann BJ 60, AWO T mit MT16 Motor BJ55, Schwalbe BJ 73, Shikra BJ 98, Honda Hornet BJ 01
Awofahrerrinnen und Awofahrer sind immer willkommen bei mir in Schönbrunn

E-Mail: akkon2002@gmx.at
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Dominik2112
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Re: Fragen zum Kauf einer AWO

Beitragvon Dominik2112 » Mo 9. Okt 2017, 22:09

Moin Ekki,

alle schon Beiträge schon durchgestöbert :-). Vielen Dank für deinen Tipp mit den genannten Anbietern. Hier bin ich mir unsicher gewesen (ohne aber Kontakt gehabt zu haben). Zu dem was ich mir wünsche. Also eine Baujahr gerechte AWO würde ich mir, selbst wenn ich sie bekommen könnte, nicht leisten können. Ich denke so ehrlich sollte man dann auch zu sich sein. Im Prinzip wäre es mir egal ob frühe oder späte T. Hacker ist ja etwas schwieriger im Umgang. Vorteil bei ner späteren wäre die serienmäßige Beiwagenaufnahme (für später mit Kindern). Sport muss ich gestehen, sagt mir nicht ganz so zu.

Das mit dem anschauen durch ein Forumsmitglied wäre natürlich klasse.

Besten Dank auf jeden Fall für deine Anregungen.

Gruß Dominik
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Re: Fragen zum Kauf einer AWO

Beitragvon PdmAJ » Di 10. Okt 2017, 09:37

Dominik2112 hat geschrieben:Hallo alle zusammen,
[...] Ich befürchte für mich einfach, dass man zu ner Maschine hinkommt, feststellt, dass z.B. Getriebe nicht zum Baujahr, zum Kardan etc. passt. Oder im schlimmsten Fall ein später Kardan in einen frühen Rahmen gezwängt wurde. Vielleicht sind diese Befürchtungen ja auch Quatsch und ihr seht so was als nicht so kritisch bzw. ohne weiteres reparabel an. [...]
Viele Grüße Dominik

Ich habe erst vor kurzem bei einem Kumpel gesehen, dass ein Modul 2,5er B-Kardan mit nem Modul 3 Getriebe in einer Maschine steckte. Das wird so nie bewegt worden sein. D.h. es werden immer wieder Maschinen aus Teilen für den Verkauf zusammengesteckt.
Das ist per se nicht schlecht, aber man muss halt aufpassen, dass alle Teile halbwegs zusammen passen, und dass sie regenarationsfähig sind. Es soll vorkommen, dass Verkäufer nur ihre B-oder C-Ware zusammenstecken. Also am besten ist es einen "Auskenner" mit zum Kauf nehmen und vor allem ruhig bleiben und auch mal ein Angebot stehen lassen.
Viel Glück, Alex.
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Re: Fragen zum Kauf einer AWO

Beitragvon inge » Di 10. Okt 2017, 12:56

Muss mich da Alex anschließen. Oft werden einfach Fahrzeuge mehr oder weniger zusammengesteckt und ohne Historie bzw. Nummerngleichheit verkauft. Wenn das nicht stört soll es auch egal sein aber dann muß halt auch der Preis passen.
Bei den teuren Angeboten sollte darauf geachtet werden daß möglichst Originalität/ Patina vorhanden ist oder handelt es sich um eine Restauration diese sauber und wenn möglichst auch mit Belegen angeboten wird. Bei den teuren Angeboten sollte nach Möglichkeit wirklich jemand dabei sein der was von der Materie versteht, also oberhalb von 3000€ jemanden mitnehmen. Vor Ort sollte dann auch mal die Zündkerze oder den Elektrikdeckel abschrauben dürfen, verweigert der Verkäufer solche Kleinigkeiten sollte man schon mal mißtrauisch werden.

VG
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Re: Fragen zum Kauf einer AWO

Beitragvon Rallye Olaf » Di 10. Okt 2017, 18:06

Ein Hallöchen in diese Runde :-)
Da ich ja auch auf der Suche nach einer T bin ,habe ich fast die gleiche Erfahrungen machen müssen.
Wen man schon höflich drum bittet zwecks Zusendung von Fotos oder einer edwas genaueren Zustandbeschreibung,
bekommt man teilweise keine Antwort oder man solle doch einfach vorbei kommen und sich das Teil vor Ort an schauen.
Und da ich nun bei HH wohne , fahre ich nicht auf Blauen Dunst oder zum Kaffeeklatsch 500km.
Ich hatte mir am 30.9. eine T an geschaut und mit dem Verkäufer / Händler gesprochen.
Model: 425 T
Bj. 56-58
Unrestauriert
Die FIN wurde warscheinlich mal nachträglich ein gearbeitet .So krumm und schief wie die war :-(
Angeblich seit 1987 im Besitz
Kein Gummi gelagerter Motor.
Dieser wurde mittels U Scheiben und Muttern als Zwischenlage montiert
Nicht Nummerngleich
DDR Brief, den er aber nicht findet und einen herkunftsnachweis/ Kaufvertrag wil er auch nicht geben
Keine Kompresion,Getriebe/Schaltung lies sich nicht betätigen
Einige Fehlteile am KFZ . diese könne ich aber zusätzlich bei im erwerben.
Und das alles für 3800 ohne VB
Zum Schluß kamm die Antwort
Ich solle doch die AWO so kaufen wie sie da steht oder ich soll mir ne andere kaufen

Mfg Olaf
ein Ossi in Hamburg
thomas
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Re: Fragen zum Kauf einer AWO

Beitragvon thomas » Di 10. Okt 2017, 18:52

Wenn er keinen Kaufvertrag ausstellen will, dann Finger weg. Wenn alles ok.ist dann hat auch niemand ein Problem damit.
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Dominik2112
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Re: Fragen zum Kauf einer AWO

Beitragvon Dominik2112 » Mi 11. Okt 2017, 21:05

Guten Abend alle zusammen,
erstmal besten Dank für eure Antworten. Ich werde auf jeden Fall eure Tipps beherzigen und mit gesunden Skepsis an die Sache herangehen. Vielleicht auch wirklich mal das ein oder andere Forumsmitglied direkt ansprechen und um Hilfe bitten. Ggf. ist dann die Chance total auf die Nase zu fallen etwas geringer.
Viele Grüße Dominik
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Re: Fragen zum Kauf einer AWO

Beitragvon Roadrunner » Mi 11. Okt 2017, 21:30

Die Frage nach "besseren" sprich hochauflösenden Bildern ist berechtigt und sollte vom Anbieter auch erfüllt werden, so er in der Lage dazu ist. Am besten ist noch immer das persönliche Gespräch am Telefon. Das suggeriert dem Verkäufer auch wirkliches Interesse und er kommt eher dem Anliegen des Interessenten nach.
Andere Frage ist die Erwartung , die man als Käufer an ein Fahrzeug stellt. Soll es möglichst original und unverbastelt sein und dazu noch günstig , sind das Kriterien , die selten zusammentreffen. Es gibt noch genügend Maschinen zum fairen Preis auf dem Markt , wo aber meist noch etwas Hand angelegt werden muß. Geh davon aus , dass Du eh alles machen musst und da ist eine günstige Maschine mit einigen Fehlern oft die bessere Wahl. Lieber das Geld an notwendiger Stelle einsetzten als Spekulanten in den Rachen zu schieben.

Viel Erfolg bei der Suche.


Gruß Ralf

Ps. Gib mal unter Suche einfach KAUF ein und du findest einige interessante Themen dazu. ZB. HIER viewtopic.php?f=43&t=2936&hilit=kauf
Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen.
Aristoteles

http://www.Oldtimer-Stammtisch-Bernau.de
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Blochi
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Re: Fragen zum Kauf einer AWO

Beitragvon Blochi » Fr 13. Okt 2017, 20:06

Hallo Dominik,

Gute Angebote sind meistens nach einer kurzen Zeit vergriffen.
Die schlechten und überteuerten sind dafür länger im Netz.
Lass dir Zeit bei der Suche. Ich habe für meine erste Touren 1,5 Jahre gesucht!Danach nochmal 2 Jahre um einen Restaurationsfähigen Falke zu finden.

Im Bereich Dresden kann ich dich bei eventuellen Besichtigungen unterstützen.

Grüße

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